Minga

Darwin liebt dich, Minga!

13.02.2012

Meine lieben Freunde,

ich wünsche euch von ganzem Herzen alles, alles Gute zum Darwintag! Wie, ihr wisst nicht wovon ich spreche? Na, der Darwintag! Am 12. Februar wurde Charles Darwin geboren und weil es soooo viele religiöse Feiertage gibt, aber keine wissenschaftlichen, haben ganz viel atheistische Verbände sich entschlossen den Geburtstag von Charles Darwin, einem der Begründer der Evolutions-Theorie und Aushängeschild der „Ich trete dem Dchöpfer in den Arsch“-Theorie einen Feiertag zu widmen.

 

Unter uns, leben wir wirklich in einer Welt, in der man gefühlte 8.000 Feiertage aus religiösen Anlässen brauch, also weil Jesus geboren wurde, oder weil Jesus gestorben ist oder weil Jesus in den Himmel aufgefahren ist oder weil... ach, hätte Jesus jedes Mal ein Fass aufgemacht, wenn er scheißen gagangen wäre, dann würden wir das sicher heute noch feiern. Ich finde,  so rein statistisch, sollte es auch für vernünftige Menschen einen Feiertag geben. Nun, so soll es jetzt ja auch sein. Von mir aus, sollen wir allen Schulfrei geben, die Banken machen zu und mittags schließen die Supermärkte. Alle treffen sich zuhause, essen irgendein erlegtes Tier, da ja nur die Stärksten überleben, und machen sich kleine Plasik-Flügel an die Ohren, zum Gedenken, dass wir uns alle weiter entwickeln. Und dann hauen die Antitheisten (ja so was gibt’s, Anti = Gegen, Theos = Gott) also die Gottesgegner auf die Gottesanhänger wie die Theologen, was wiederum Gotteswissenschaftler sind, und jeder wirft dem andern vor, Lügen zu verbreiten und allein die Wahrheit zu haben.

 

Das stört mich ein wenig. Das zeigt nämlich, dass wie wissenschaftlichen Atheisten mindestens genau so dogmatisch und agressiv vorgehen, wie die Religions-Spacken. Wenn uns die Wissenschaft eines gelehrt hat, dann dass sie sich ständig ändert und Weltbilder alle paar Jahrhunderte umgeworfen werden müssen. Wir nennen Atome zum Beispiel immer noch Atome. Völliger Quatsch, „Atom“ heißt „Unteilbar“, weil man, als man Atome entdeckt hat, dachte, dass sie die klitzekleinsten, eben unteilbaren, Teilchen sind, die das Universum so im Angebot hat. Jetzt weiß man natürlich, dass das nicht stimmt. Atome lassen sich genau so schnell Teilen, wie was Arschloch von einem Schwulen bei einer Gay-Kreuzfahrt im Mittelmeer. Atomkraftwerke teilen den ganzen Tag die unteilbaren Atome, die voller Protonen, Neutronen und Elektronen sind. Und auch das sind noch nicht die kleinsten Teilchen. Darin gibt’s zum Beispiel noch Quarks... und das war sicher auch noch nicht das Ende der Fahnenstange. Wir wissen nur noch nicht mehr.

 

Das heißt, Darwin in allen Ehren, er hat da was entdeckt, er konnte ein paar zusammenhänge erklären und hat uns ein wunderbares Modell für die Entstehung der Arten gegeben. Super Sache, ist meiner Meinung tatsächlich nach einen Feiertag wert. Man kann in unserem tristen Leben gar nicht genug feiern. Aber: Anstatt, dass religiöse Fanatiker und wissenschaftliche Fundamentalisten sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, wer denn nun recht hat und ein Wettlauf um die meisten Feiertage entsteht, sollten doch lieber alle zugeben, dass sie nichts wissen. Warum nicht einen Feiertag ins Leben rufen, in dem es NICHT darum geht, irgendetwas bestimmtest zu feiern, sondern das Unbestimmte zu feiern. So weit ich das beurteilen kann, gibt’s es wohl viel mehr, was wir nicht wissen, als das , was wir wissen. Ein wenig Demut kann nicht schaden. Und anstatt, dass wir jedes mal, wenn wir irgendwas entdecken, beschließen, dass es der Weisheit ganze Erfüllung ist, und allen diese Meinung aufdrücken, sollten wir lieber einen Platz in unseren Herzen öffnen, für das, was niemand erklären kann, und uns ergötzen an der Vorstellung, nicht einen Glaubenskampf aufnehmen zu müssen, sondern ein Nichtglaubensfest! Nur für uns. Ganz persönlich. Jeder für sich. Und wenn wir uns am Ende des Tages dann alle an einem großen, reich gedeckten Tisch treffen, dann wird das, was keiner erklären kann, und was uns doch alle im Glauben vereint, etwas ganz wunderbares sein, so allgegenwärtig wie die Zeit, wie Gott, wie Atome, Gebete, Planeten und Heilige: Die Liebe. Liebe und Respekt davor.

Happy Darwin Day, Jesus liebt Dich, Arschloch!

 

Euer MaxEmanuel

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