Minga

All-wissend, Minga!

30.01.2012

Da weiß man ja gar nicht mehr, wovor man momentan mehr Angst haben soll. Früher war die einzige Bedrohung, die man sich aus dem All vorstellen konnte, Gott. Heute ist Gott allen egal, aber der Weltraum wurde zum neuen Staatsfeind Nummer Eins. Mit zunehmender wissenschaftlicher Beschäftigung sind sich inzwischen viele, sehr viele Menschen einig: Es muss Aliens geben. Das Weltall ist so groß, weit, und voll von Planeten, dass es mehr als unwahrscheinlich ist, zu glauben, dass wir die einzigen intelligenten Bewohner dieser Galaxie sind, des ganzen Weltraums sowieso. Also ist auch zu vermuten, dass die Aliens früher oder später auf Wanderschaft gehen, Lichtjahre überwinden und irgendwann bei uns vor der Tür stehen und die Weltherrschaft wollen. Was um Himmels Willen die Aliens mit so ner kaputten, verdreckten, hoffnungslosen, blauen Kugel wollen, sei mal dahingestellt.

 

Aber Aliens sind bei Gott nicht die einzige Bedrohung aus dem All! Meteoriten, Kometen und Asteroiden (übrigens alles das gleiche, nur in unterschiedlicher Größe) hängen wie ein Damokles-Schwert über uns allen und warten nur darauf, auf uns herunter zu donnern. „Deep Impact“ und „Armageddon“ haben uns im Kino schon mal einen Vorgeschmack gegeben, wie toll es aussehen kann, wenn wir alle im Feuergewitter vom Himmel vergehen. Dass der nächste, große, das Leben auf der Erde bedrohende Einschlag längst überfällig ist und statistisch jeden Moment über uns hereinbrechen könnte, ist keine Befürchtung sondern Gewissheit. Mal davon abgesehen gibt es nirgends so nen Supercomputer, der alles überwacht und uns 13 Jahre vorher sagt, wenn irgendwas auf uns zurast. Das geht gar nicht, dafür ist das Universum – wer hätte das gedacht! – zu groß! Höchstwahrscheinlich werden wir also eines Morgens davon überrascht.

 

Doch inzwischen sind Meteoriten nicht das einzige, was uns auf den Kopf fallen kann. Weltraumschrott ist der neue „Star“ unter den Sternschnuppen. Jahrzehnte lang haben wir Menschen mühevoll und mit ganz viel Geld tonnenweise Zeug in den Himmel geschossen und jetzt wundern wir uns, dass diese Berge von Müll alle irgendwie wieder zurückkommen. Bu-ha! Damit konnte man ja nun wirklich nicht rechnen! Satteliten, Teleskope, ganze Raumstationen fliegen uns um die Ohren und das einzige, was uns bleibt, ist zu hoffen, dass wir nicht grade drunter stehen, wenn so ein Teil in dem Boden knallt. Natürlich ist die Erde nicht so dicht besiedelt, wie wir Europäer uns das manchmal vorstellen mögen, so gesehen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein hübscher Satellit uns vor die Füße knallt sehr gering, aber – nicht unmöglich. Lenas Grand Prix Lied ist also eher als eine schreckliche Prophezeiung zu sehen und ein „Welt-Hit“ im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Die neueste, supercoole Bedrohung aus dem All sind übrigens die Sonnenstürme. Schon gehört? Die machen uns sicher den Garaus! So was von gefährlich! Auf der Sonne explodiert was, das schickt geladene Teilchen durchs Universum und wenn wir Pech haben, steht die Erde im Weg und dann trifft uns das kosmische Sperrfeuer mit voller Wucht. Das macht dann Polarlichter, kaputte GPS Systeme, flächendeckende Stromausfälle und so ziemlich alles andere, was wir Menschen uns nicht erklären können. Ich habe fast den Eindruck, dass die Sonnenwinde so was die der Gott der Wissenschaft sind. Alles, was irgendwie seltsam ist, wird erst mal dem Sturm in die Schuhe geschoben. Wenn man’s dann anders erklären kann, hat man sich halt geirrt. Aber Grundsätzlich sind die Sonnenstürme erst mal das sichere Ende der Welt. Hat man ja auch bei Roland Emmerichs „2012“ gesehen. Die haben die Erde aufgewärmt, deshalb sind Erdbeben entstanden, die tektonischen Platten haben sich verschoben, Riesen-Tsunamis fegten über den Himalaja und alle Vulkane sind gleichzeitig explodiert. Gott sei Dank hat sich das nicht auf das Handynetz ausgewirkt. Wäre ja auch zu gemein, wenn Sonnnenstürme uns daran hindern würden, zu twittern, dass die Welt untergeht. #endoftheworld

 

Boah! Mit der ganzen, panischen Angst aus dem All ist man so beschäftigt, dass man fast vergessen könnte, dass wir hier unten, auf der Erde auch noch so ein paar Probleme haben... Vielleicht werden sie ja schneller gelöst, als wir meinen!

 

Euer MaxEmanuel

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